Rezepte zum Brotbacken – So gelingt Ihr eigenes Brot

Frisch gebackenes Brot duftet nicht nur köstlich, es schmeckt auch fantastisch. Wenn Sie Brot selbst backen möchten, können Sie von der Vielfalt der unterschiedlichen Rezepte profitieren, die es in Deutschland gibt. Zudem kommen Sie in den Genuss immer frisches Brot zur Verfügung zu haben. Sie können Brot entweder manuell backen oder einen Brotbackautomaten zur Hilfe nehmen, welcher alle Arbeiten wie Mischen, Kneten und Backen selbstständig übernimmt. Deutschland ist bekannt für die vielen Brotsorten, denn zur Verfügung stehen weit mehr als 300 Brotsorten. Das liegt daran, dass bei uns sehr viele unterschiedliche Getreidesorten vorhanden sind, aus denen viele Mehlsorten entstehen. Häufig werden deshalb auch Brote gebacken, welche aus einer Mischkombination bestehen. Sie kaufen sicherlich meistens Ihr Brot beim Bäcker, die ihr kreatives Brot anbieten. Aber auch selbst gebackenes Brot ist ein Genuss für die Sinne, denn wenn es im Haus nach frischem Brot duftet, läuft vielen Menschen das Wasser im Mund zusammen. Im folgenden Artikel erfahren Sie etwas über interessante und beliebte Brotsorten, die es bei uns in Deutschland gibt. Am häufigsten werden in Deutschland Mischbrotsorten verzehrt. Diese bestehen aus Weizen- und Roggenmehl. Weltweit gilt Deutschland als das Land mit den meisten Brotsorten. Ein Grund hierfür ist die Kleinstaatlichkeit in früheren Zeiten, welche es in anderen Ländern nicht gab. Daraus entwickelten sich die verschiedensten Backkulturen in Deutschland. Darüber hinaus ist auch die Kreativität und die Qualifikation der deutschen Bäckermeister ein Grund für die Vielfalt an Brotsorten, denn sie genießen eine besonders gute Ausbildung, die weitaus umfangreicher ist als in anderen Ländern. Die deutsche Brotkultur ist einzigartig. Aktuell bemüht sich der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks darum alle deutschen Brotsorten in einem Online-Register zu erfassen. Ziel dessen ist es die unglaublich reichhaltige Vielfalt des deutschen Brotes zum Weltkulturerbe ernennen zu lassen.

Die Geschichte des Brots begann nördlich der Alpen vor etwa 30.000 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt wurden Wildpflanzen gemahlen und zu Brot weiterverarbeitet. Dies belegen Funde aus Tschechien und Russland. Vor 10.000 Jahren begann der Anbau von Getreide, um die Ernährung des Menschen gewährleisten zu können. Damals wurde das Getreide zunächst gemahlen und dann mit Wasser vermischt, bis ein Brei entstand, welcher gegessen wurde. Später dann wurde diese Mischung auf in Asche oder auf heißen Steinen als Fladenbrot gebacken. Fladenbrot wurde wahrscheinlich bereits von frühzeitlichen Nomaden verzehrt, die aus wildem Getreide und weiteren Zutaten ein Brot herstellten, das auf heißen Steinen gegart wurde, denn so konnte es besser transportiert werden und war zudem länger haltbar. Es gab in der Vergangenheit zwei Erfindungen, die für das Brotbacken von enormer Bedeutung waren, nämlich der Bau des Backofens auf der einen Seite. Auf den Steinen ließen sich jedoch nur flache Brote garen, da ein rundes Brot beim Backen von der Hitze umschlossen sein muss, um gleichmäßig und komplett durchgebacken zu werden. Die ersten Backöfen waren noch primitiv. Sie bestanden nur aus einem Topf, der in umgekehrt auf den heißen Stein gestellt wurde. Diese Methode wird heute noch von Pfadfindern verwendet, um Brot zu backen. Auf der anderen Seite war die Entdeckung der Wirkweise von Hefe für das Brotbacken ebenfalls wichtig. Lässt man den rohen Brotteig ruhen, sorgt die enthaltene Hefe für die Gärung des Teiges. Versetzt man dünne Teige mit Hefe, entsteht ein vergorenes Getränk, aus dicken Teigen entsteht der Hefeteig, der sich perfekt zum Brotbacken eignet. Brot aus Hefeteig ist wohlschmeckender und lockerer als Brot, das aus ungegorenem Teig hergestellt wird.

Dinkelbrot

Dinkel ist eine Getreideart, welche dem herkömmlichen Weizen sehr ähnlich ist. Deshalb ist es gerade für Menschen mit einer Allergie gegen Weizen besonders gut geeignet, denn es ist gut verträglich. Darüber hinaus ist Dinkelbrot sehr gesund, denn es besitzt einen nur niedrigen Anteil an Kohlehydraten. Dinkelbrot besteht zu 90 Prozent aus Dinkelmehl. Weitere Zutaten sind zum Beispiel Backmittel, Dinkelsauer, Hefe, Salz und Wasser. Es schmeckt leicht nussig. Das Rezept für Dinkelbrot inklusive Backmischung finden Sie hier:

Kartoffelbrot

Ein Kartoffelbrot wird mit geriebenen Kartoffeln versetzt, die sowohl roh, gekocht oder geflockt sein können. Dem Kartoffelbrot können auch andere Zutaten beliebig beigemischt werden, zum Beispiel Nüsse oder Röstzwiebeln, damit das Brot eine noch rustikalere Note erhält. Zu den weiteren Zutaten des Kartoffelbrotes zählen Hefe, Weizenmehl, Salz und das Kartoffelwasser. Auch Olivenöl gehört zum Teig des Brotes. Kartoffelbrot lässt sich einfach backen und erhält nach dem Backen eine knusprige Kruste. Rezepte für die Backmischung finden Sie hier:

Roggenmischbrot

Roggenmischbrot wird zu mehr als 50 Prozent aus Roggenmehl hergestellt. Befinden sich mehr als 90 Prozent Roggenmehl im Teig, handelt es sich um ein Roggenbrot. Je mehr Roggenmehl im Brot enthalten ist, desto kräftiger ist der Geschmack und umso länger hält sich das Brot frisch. Ist der Weizenanteil größer, ist das Brot milder im Geschmack, der Teig lockerer. Weitere Zutaten für das Roggenmischbrot sind beispielsweise Sauerteig, Wasser oder Buttermilch und natürlich Hefe. Mit verschiedenen Brotgewürzen wie Anis, Fenchel, Koriander oder Kümmel lässt sich der Geschmack ebenfalls variieren. Wenn Sie Rezepte für die Backmischung von Roggenmischbrot suchen, dann finden Sie hier eine Auswahl:

Bauernbrot

Bauernbrot wird in Deutschland sehr gerne verzehrt. Das Brot lässt sich einfach backen und kann mit variablen Zutaten im Geschmack leicht abgewandelt werden. Zu den Grundzutaten des Bauernbrots gehören auf jeden Fall Weizenmehl, Roggenmehl, Salz und Hefe. Auch ein Sauerteig wird dem Bauernbrot häufig beigemischt. Vom Geschmack her ist das Bauernbrot eher mild und wohlschmeckend. Es wird gerne zusammen mit Wurst, Käse oder Speck verzehrt. Rezepte und Backmischungen für Bauernbrot finden Sie hier:

Mehrkornbrot

Mehrkornbrot wird immer aus mehr als drei Sorten Getreide gebacken. Meistens sind es sogar mehr Sorten. Verwendet werden Weizenmehl und Roggenmehl, die den größten Anteil im Brot einnehmen. Hinzu kommen andere Getreidesorten, von denen mindestens fünf Prozent enthalten sein müssen. Verwendet werden Dinkel, Hafer, Mais oder Gerste. Welche Sorte im einzelnen verwendet wird, kann je nach Rezept variieren. Das Mehrkornbrot gehört zu den Spezialbroten. Rezepte und Backmischungen für Mehrkornbrot finden Sie hier:

Weißbrot

Das Weißbrot wird aus reinem Weizen gebacken und ist deshalb mit vielen Vorurteilen belastet. Man hört oft, dass es keine Nährstoffe hätte oder nicht satt, dafür aber dick machen würde. Wenn Sie sich die Angaben der Nährwerte jedoch einmal genauer ansehen, werden Sie feststellen, dass es kaum einen Unterschied zu anderen Broten gibt. Das Weißbrot ist schmackhaft und wird nicht nur mit herzhaften Belägen, sondern auch mit süßen wie Marmelade oder Schokoaufstrich verspeist. Rezepte und Backmischungen für Weißbrot finden Sie hier:

Ciabatta

Ciabatta stammt aus Italien. Der Name für das fantastisch schmeckende Brot heißt übersetzt so viel wie „Hausschuh“. Im Gegensatz zu herkömmlichem Weißbrot werden beim Backen von Ciabatta auch italienische Kräuter und Olivenöl verwendet, welche mit dem Teig vermischt werden. Auf diese Weise erhält das weiße Brot aus Italien seinen typischen Geschmack. Ciabatta isst man häufig zu italienischen Gerichten. Auch beim Grillen wird dieses Brot gerne als Beilage gereicht. Knuspriges Ciabatta hat grobe Poren und eine kräftige Kruste. Das feine Aroma des Brotes bildet sich besonders gut aus, da der Teig lange ruhen muss. Rezepte und Backmischungen für Ciabatta finden Sie hier:

Sonnenblumenbrot

Wenn Sie gerne Sonnenblumenbrot backen möchten, dürfen Sie sich auf ein luftiges halbweißes Brot freuen, das eine zarte Kruste hat und sehr gesund ist. Zum Backen werden neben den üblichen Zutaten wie Hefe, Wasser, Mehl, Salz und Zucker auch Sonnenblumenkerne verwendet, damit das Brot sein typisches Aussehen und seinen Geschmack erhält und natürlich auch seinem Namen gerecht wird. Die Sonnenblumenkerne prägen auch den charakteristischen Geschmack des Brotes, das nicht nur zu herzhaften Speisen, sondern auch zu süßen Speisen gegessen werden kann. Es gibt außerdem verschiedene Variationen des Sonnenblumenbrots. Rezepte für die Backmischung gibt es hier:

Kürbiskernbrot

Für das Kürbiskernbrot sind die Kürbiskerne von entscheidender Bedeutung. Fast jede Bäckerei in Deutschland bietet Kürbiskernbrot in seinem Sortiment an. Die Kerne, die zum Backen des Brotes verwendet werden, entstammen einer winterlichen Kürbissorte, nämlich dem Steirischen Ölkürbis. Die Kerne besitzen keine Schale und schmecken besonders gut. Diesen Kürbiskernen sagt man außerdem zahlreiche, positive Eigenschaften nach. So sollen sie zum Beispiel bei Prostatabeschwerden hilfreich sein. Dennoch sind selbstverständlich auch Kürbiskerne anderer Sorten nahrhaft und lecker. Im Orient aber auch hierzulande reichen viele Menschen Kürbiskerne als wohlschmeckende Knabberei. Rezepte für die Backmischung von Kürbiskernbrot finden Sie hier:

Vollkornbrot

Das Vollkornbrot wird aus geschrotetem oder wahlweise auch als gemahlenem Vollkorngetreide gebacken. In der Regel verwendet man dazu Roggen oder Weizen. Zu den weiteren Zutaten, welche für den Teig verwendet werden, gehören Sauerteig, Wasser, Hefe, Salz und bei Bedarf zusätzlich andere Gewürze. Erhältlich ist Vollkornbrot in vielen, unterschiedlichen Varianten. Sie unterscheiden sich nicht nur im Geschmack, sondern auch in Struktur und Form. Vollkornmehl oder Vollkornschrot beinhalten mehr Nährstoffe als herkömmliches Mehl, zu denen Vitamine, Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzstoffe aber auch Eiweiß und Fett gehören. Auf der anderen Seite verdirbt Vollkornmehl schneller als herkömmliches Mehl. Um dem entgegenzuwirken und den Abbau der wertvollen Inhaltsstoffe zu vermeiden, ist es notwendig das Vollkornmehl so frisch wie möglich zu verarbeiten. Der Grund für die schnelle Verderblichkeit des Vollkornmehls ist die hohe Aktivität der Enzyme. Sie baut die Fette der Keimlinge im Mehl ab und macht sie ranzig. Rezepte für Backmischungen finden Sie hier:

Genießen Sie die köstlichen Brotsorten

– Dinkelbrot
– Kartoffelbrot
– Roggenmischbrot
– Bauernbrot
– Mehrkornbrot
– Weißbrot
– Ciabatta
– Sonnenblumenbrot
– Kürbiskernbrot
– Vollkornbrot